Mike Kauschke im Dialog mit Gerriet Schwen
Der Aktivist Gerriet Schwen hat sich mit gesellschaftlichen Utopien beschäftigt, an der Uni Hannover zur Klimakommunikation geforscht und ist heute Mitorganisator des Kollaps Camps, das in diesem Jahr im August zum zweiten Mal stattfindet. Hier treffen sich um die 1000 Menschen, die dem drohenden Kollaps unserer Gesellschaft ins Auge schauen wollen. Ihr Motto: „Kollaps ist kein apokalyptisches Ende — sondern eine Herausforderung, die wir gemeinsam meistern.“
Für Gerriet Schwen ist das die Anerkennung unserer Realität: „Die Bewegung für Klimagerechtigkeit ist gescheitert. Das gilt es anzuerkennen. Wir stehen menschheitsgeschichtlich an einem Punkt, wo es sehr unwahrscheinlich ist, dass es mit der Versorgung an Lebensmitteln, der Ressourcenverfügbarkeit, dem Komfort und der sozialen Stabilität so gemütlich weitergeht.“
Beim Kollaps Camp werden solidarische Weg erforscht, um sich auf radikale Veränderungen vorzubereiten, mit Strategien für Nahrungssicherheit, Gewaltprävention, Katastrophenhilfe, Selbstverteidigung aber auch Trauerarbeit und Ritualen zur inneren Verarbeitung und Begegnung mit anderen.
In Radio evolve sprechen wir mit Gerriet Schwen über seinen Weg vom Erforschen möglicher Utopien durch die Desillusionierung aufgrund scheiternder Klimakommunikation zur solidarischen Vorbereitung auf den Kollaps.
Mehr Infos: https://kollapscamp.de/
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